Stippvisiten |
Das sind Kurzfahrten, manchmal nur an einem Tag, manchmal dauerten sie auch eine Woche, besonders dann, wenn es sich um längere Anfahrten handelt. Das nochmalige Lesen und die Bilder helfen mir gegen Fernweh. |
| 1. An der Oder | ||
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| Im 13.Jahrhundert haben in der Nähe dieser Niederungen die Zisterzienser das Kloster Neuzelle gegründet. Das Kloster bestand, bis es 1817 säkularisiert und in ein Stift umgewandelt wurde. Sogar in der DDR wurde dort kirchlicher Nachwuchs ausgebildet. Jetzt ist es eine öffentlich-rechtliche Stiftung des Landes Brandenburg. Bekannt ist die Brauerei, die die Tradition der Zisterzienser fortführt. Auch der klosternahe See ist typisch für die Zisterzienser, denn nach ihren alten Regeln mussten sie für ihr Essen selber sorgen. Ansehenswert ist die Kirche, die noch der katholischen Gemeinde dient. |
Von Neuzelle muss das Wasser der Oder lange talwärts fließen, bis es zum Nationalpark Unteres Odertal kommt. Das Besucherzentrum des Nationalparks befindet sich im 540-Seelen-Dorf Criewen, das seit einigen Jahren in Schwedt eingemeindet ist. 1354 wurde der Ort das erste Mal urkundlich erwähnt. Der Name stammt aus dem Slawischen, criewe = Priester. Die Kirche ist ebenso alt wie das Dorf und liegt jetzt im Park, der im 19.Jh. von Peter Joseph Lenné angelegt wurde. Die Familie von Arnim hatte das Rittergut gekauft, und 1816 ließ Otto v. Arnim das alte Dorf wegreißen und neu aufbauen. In dieser Zeit entstand auch der Park mit seinen großen Rasenflächen und Sichtachsen. Seltene Gewächse wurden angepflanzt, z.B. Sumpfzypressen und Riesenlebensbaum. Heute imponieren manche mächtigen Bäume. Hinter der kleinen Kirche liegen die Grabsteine derer von Arnim. Einer von ihnen, Bernd, war sogar preußischer Landwirtschaftsminister. . Nach deren Enteignung 1945 erhielten 18 Neubauern das Land. |
| Das Besucherzentrum des Nationalparks ist Anziehungspunkt für viele Touristen. Dort kann man sich einen Überblick über Flora und Fauna der Gegend verschaffen und Einblick in den Hochwasserschutz bekommen. Im Gegensatz zu vielen anderen Ausstellungen schwimmen die Flussfische hier im Aquarium, Tiere sind ausgestopft in nachgestalteter Umwelt zu sehen und auf Wunsch auch zu hören. Als Höhepunkt kann sich der Besucher auf einem Schwan sitzend, den Nationalpark von oben ansehen - im Film natürlich. |
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